Der Cognac und der Pineau des Charentes - FDHPA17

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24 September 2025

Der Cognac und der Pineau des Charentes Spezialitäten der Charentaiser Weinregion


Übersicht

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In der Charente öffnen Weinkeller ihre Türen, um Ihnen neue Geschmacksrichtungen zu zeigen. Die Charente ist auch ein Schlaraffenland, wo es sich gut leben lässt, mit einer Weinlandschaft, die zu Ruhe und Entspannung einlädt.

Weinbaugebiet Cognac

Das Cognac-Weinbaugebiet, weltweit bekannt

Die Weine der Saintonge und des Aunis waren bereits seit dem Mittelalter über unsere Grenzen hinaus bekannt. Die Holländer transportierten sie per Schiff in die Charente, um sie zu destillieren und in gebrannten Wein, „Brandy“, zu verwandeln.

Der Cognac stammt aus einem außergewöhnlichen Weinbaugebiet, das sich über 6 Crus auf 80.000 Hektar Rebfläche erstreckt. Die Stadt Cognac ist zur Hauptstadt eines weltweit bekannten Handels geworden, dessen Handelshäuser die Hauptakteure sind.

Die Weine aus Poitou, La Rochelle und Angoumois, die per Schiff nach Nordeuropa transportiert wurden, erfreuten bereits ab dem 13. Jahrhundert die Engländer, Holländer und Skandinavier. Ab dem 17. Jahrhundert wurden sie dann zu Branntwein veredelt und in Eichenfässern gelagert, um zu Cognac zu werden.

Im Laufe der Zeit hat der Cognac seinen Ruf entwickelt. Als Weinbrand wird Cognac aus drei Rebsorten hergestellt: Ugni Blanc (98 % der Produktion), Folle Blanche und Colombard.

Weintrauben aus dem Cognac-Gebiet
Cognac-Verkostung

Der Pineau, eine Verbindung aus Traubensaft und Cognac

Seit vier Jahrhunderten hat sich der Pineau einen Namen gemacht und ist heute ein hervorragender Aperitif- und Dessertwein. Der Pineau des Charentes ist die einzigartige Verbindung von Traubenmost und jungem Cognac. Er vereint die Milde des einen mit der Leidenschaft des anderen, um eine köstliche Mischung zu schaffen.

Im Jahr 1589 tauchte der Pineau zum ersten Mal auf. Ein ungeschickter Winzer soll Traubenmost in ein Cognac-Branntweinfass fallen gelassen haben. Dieser, wütend über seine Ungeschicklichkeit, soll das Fass dann in einer Ecke stehen gelassen haben.

Die Jahre vergingen, bis der Winzer eines Tages nach einer sehr reichhaltigen Ernte das Fass leeren musste, um es wiederzuverwenden, und dabei die vollzogene Verwandlung entdeckte. Er war der Erste, der den Pineau probierte – flüssig, klar, fruchtig und farbenfroh.

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